Stundensatz berechnen: was muss deine Stunde kosten?

Wie viel willst du verdienen, was kostet dein Betrieb, wie viele Stunden kannst du wirklich abrechnen? Daraus ergibt sich dein Mindest-Stundensatz. Kostenlos, ohne Anmeldung, nichts wird gespeichert.

Zuletzt geprüft: November 2026

Was du im Jahr brauchst

Was dir im Jahr bleiben soll, bevor Einkommensteuer, Krankenkasse und Rente abgehen.

Werkstatt oder Büro, Fahrzeug, Versicherungen, Werkzeug, Software, Steuerberater.

Deine Arbeitszeit

Je nach Bundesland 9 bis 13 an Werktagen.

Ein Puffer für Krankheit und Weiterbildung.

Fahrzeit, Angebote schreiben, Einkauf und Büro kann man selten berechnen. Üblich sind 60 bis 75 %.

Gewinn und Kosten eingeben, das Ergebnis erscheint sofort.

Ohne Gewähr, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Stand: November 2026. Quellen: eigene Beispielwerte (keine gesetzliche Regel), § 12 UStG (19 %).

Ein Beispiel

Ein Malerbetrieb mit einer Person will 60.000 € Gewinn vor Steuern. Fahrzeug, Werkzeug, Versicherungen, Werkstatt und Steuerberater kosten 24.000 € im Jahr. Bei 30 Tagen Urlaub, 10 Feiertagen und 10 Krankheitstagen bleiben 210 Arbeitstage, also 1.680 Stunden. Davon sind 70 % abrechenbar: 1.176 Stunden.

84.000 € ÷ 1.176 Stunden = 71,43 € netto pro Stunde. Für Privatkunden sind das 85,00 € mit Umsatzsteuer.

Der häufigste Fehler: mit 40 Stunden × 52 Wochen rechnen. Das sind 2.080 Stunden, fast doppelt so viele, wie man wirklich abrechnen kann. Der Stundensatz wird dann viel zu niedrig.

Den Stundensatz durchsetzen

  • Schreib Stunden und Satz offen ins Angebot. Kunden vergleichen eher den Gesamtpreis als den Satz.
  • Rechne Fahrzeit und Anfahrt getrennt ab, statt sie im Satz zu verstecken.
  • Prüf den Satz einmal im Jahr. Kosten steigen, der Satz sollte mitgehen.

Wie ein gutes Angebot aussieht: Angebot schreiben. Für Handwerksbetriebe: Rechnungsprogramm für Handwerker.

Häufige Fragen

Ist der Gewinn das, was ich netto verdiene?

Nein. Vom Gewinn gehen noch Einkommensteuer, Krankenversicherung und Altersvorsorge ab. Als grobe Regel bleibt einem Selbstständigen davon gut die Hälfte. Plane den Gewinn deshalb großzügig.

Wie viele Stunden kann ich realistisch abrechnen?

Im Handwerk und bei Dienstleistern meist 60 bis 75 % der Arbeitszeit. Wer viel fährt oder viele Angebote schreibt, liegt eher darunter. Schreib ein paar Wochen lang auf, wofür du deine Zeit brauchst.

Gehört die Umsatzsteuer in den Stundensatz?

Nein. Der Rechner zeigt den Nettosatz. Firmenkunden bekommen ihn plus 19 % Umsatzsteuer. Privatkunden nennst du den Bruttopreis. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG kommt keine Umsatzsteuer dazu.

Was ist mit Material und Anfahrt?

Die berechnest du getrennt, Material mit einem Aufschlag für Einkauf und Lager, Anfahrt pauschal oder nach Kilometern. Im Stundensatz stecken nur Kosten, die du keinem Auftrag direkt zuordnen kannst.

Wird etwas gespeichert?

Nein. Der Rechner läuft nur in deinem Browser. Nichts wird an einen Server geschickt.