Betrag und Zahlungsziel eingeben, und du siehst, wie viel Zinsen und Pauschale dir zustehen. Mit einem Klick wird daraus eine Mahnung zum Drucken. Kostenlos, ohne Anmeldung, nichts wird gespeichert.
Verzugszinsen sind Jahreszinsen, gerechnet auf den Tag genau: offener Betrag × Zinssatz × Tage im Verzug ÷ 365. Der Verzug beginnt am Tag nach dem Zahlungsziel. Der Zinssatz ist der Basiszinssatz plus ein fester Aufschlag:
Firmenkunde
Privatkunde
Zinssatz
Basiszinssatz + 9 Prozentpunkte
Basiszinssatz + 5 Prozentpunkte
Pauschale
40 € (§ 288 Abs. 5 BGB)
keine
Grundlage
§ 288 Abs. 2 BGB
§ 288 Abs. 1 BGB
Ein Beispiel: 1.190 € von einer Firma, 30 Tage überfällig, beim Basiszinssatz von 1,52 % (seit 1. Juli 2026). Der Zinssatz ist dann 10,52 %, die Zinsen 1.190 € × 10,52 % × 30 ÷ 365 = 10,29 €. Dazu kommt die Pauschale von 40 €.
Ändert sich der Basiszinssatz während des Verzugs, rechnet der Rechner jeden Zeitraum mit seinem eigenen Satz und zeigt die Teile unter dem Ergebnis an.
Erinnerung oder gleich Mahnung?
Oft ist eine Rechnung nur untergegangen. Eine freundliche Zahlungserinnerung ohne Zinsen hält die Kundenbeziehung gut. Kommt danach nichts, folgt die Mahnung mit Zinsen, Pauschale und einer letzten Frist. Drei Mahnungen schreibt kein Gesetz vor. Mehr dazu, mit Mustertext: Mahnung schreiben und Kunde zahlt nicht.
Damit es gar nicht erst so weit kommt
Schreib ein festes Datum auf die Rechnung („zahlbar bis 15.11.2026“), nicht nur „14 Tage“.
Prüfe vor jeder Mahnung deine Kontoumsätze. Eine Mahnung an jemanden, der schon bezahlt hat, ärgert.
Mit einem Rechnungsprogramm siehst du überfällige Rechnungen sofort. In rechnungio sind sie rot markiert, auch im Gratis-Tarif.
Häufige Fragen
Ab wann darf ich Verzugszinsen verlangen?
Ab dem Tag nach dem Zahlungsziel, wenn auf der Rechnung ein festes Datum steht. Steht dort nur „sofort“ oder nichts, ist der Kunde spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung im Verzug (§ 286 Abs. 3 BGB); bei Privatkunden nur, wenn die Rechnung darauf hinweist.
Wie hoch ist der Basiszinssatz?
Die Deutsche Bundesbank legt ihn zum 1. Januar und 1. Juli neu fest und veröffentlicht ihn auf bundesbank.de. Der Rechner kennt die Werte seit 2023 und rechnet jeden Zeitraum mit dem Satz, der damals galt.
Darf ich die 40-€-Pauschale immer verlangen?
Von Firmenkunden, die im Verzug sind, ja (§ 288 Abs. 5 BGB). Von Privatkunden nicht. Die Pauschale wird auf spätere Kosten für Anwalt oder Inkasso angerechnet.
Rechne ich mit dem Brutto- oder dem Nettobetrag?
Mit dem Betrag, den der Kunde dir schuldet, also brutto, so wie er auf der Rechnung steht. Bei einer Teilzahlung nur mit dem Rest.
Wird etwas gespeichert?
Nein. Rechner und Mahnung laufen in deinem Browser. Beträge, Namen und Adressen gehen an keinen Server, auch nicht an rechnungio.
Ist die Mahnung rechtssicher?
Sie enthält, was in eine Mahnung gehört: Rechnung, Betrag, Zinsen, neue Frist und den nächsten Schritt. Sie ist ein Muster, keine Rechtsberatung. Bei hohen Beträgen oder Streit über die Leistung frag einen Anwalt.